Legionellen in Schwimmbädern

21. April 2024

Legionellen im Landkreis Heidenheim

Legionellenbefall in Schwimmbädern ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko, das durch das Vorhandensein und die Vermehrung von Legionellenbakterien im Wasser verursacht wird.

Diese Bakterien gedeihen besonders gut in feuchter Umgebung und können sich in Schwimmbädern leicht vermehren, wo das Wasser stagnieren und warm werden kann.


Mehrere Faktoren können zur Entstehung von Legionellenbefall beitragen. Dazu gehören unzureichende Desinfektionsmaßnahmen, wenn die Konzentration des Desinfektionsmittels wie Chlor nicht ausreichend ist oder die Desinfektionsanlagen nicht ordnungsgemäß gewartet werden.

Stagnierendes Wasser in Rohrleitungen, Filtern oder Whirlpools, insbesondere in schlecht belüfteten Bereichen, kann ebenfalls zur Bildung von Legionellen beitragen.


Die Auswirkungen von Legionellenbefall können schwerwiegend sein. Wenn Personen Legionellenbakterien einatmen, die beim Sprühen oder Verdunsten von infiziertem Wasser entstehen, können sie an einer Legionärskrankheit erkranken.

Diese Krankheit kann grippeähnliche Symptome wie Fieber, Husten, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen verursachen, aber auch zu schwerwiegenden Komplikationen wie Lungenentzündung führen, insbesondere bei älteren Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem.


Um das Risiko von Legionellenbefall in Schwimmbädern zu minimieren, sind regelmäßige Inspektionen, Wartungen und Desinfektionsmaßnahmen der Wasseranlagen unerlässlich.

Eine effektive Wasserfiltration und Zirkulation sowie eine gute Belüftung der Anlage sind ebenfalls wichtig, um die Bildung von Legionellen zu verhindern und die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten.


Neben Legionellen können sich in Schwimmbädern auch andere Bakterienarten bilden, die potenzielle Gesundheitsrisiken darstellen können. Einige dieser Bakterien sind:


  1. Pseudomonas aeruginosa: Diese Bakterien können eine Vielzahl von Infektionen verursachen, einschließlich Hautinfektionen, Augeninfektionen und Atemwegsinfektionen. Sie gedeihen besonders gut in feuchten Umgebungen wie Schwimmbädern und können durch unsachgemäße Wasseraufbereitung oder mangelnde Hygiene übertragen werden.
  2. Escherichia coli (E. coli): Bestimmte Stämme von E. coli können Krankheiten verursachen, darunter Magen-Darm-Infektionen und Harnwegsinfektionen. Sie gelangen oft durch Fäkalien in das Wasser und können sich bei unzureichender Wasserdesinfektion verbreiten.
  3. Enterokokken: Enterokokken sind Bakterien, die natürlicherweise im Darmtrakt vorkommen. Einige Stämme können jedoch auch Krankheiten verursachen, insbesondere bei Personen mit geschwächtem Immunsystem. Sie können ebenfalls durch unsachgemäße Wasseraufbereitung oder mangelnde Hygiene in Schwimmbädern verbreitet werden.
  4. Staphylococcus aureus: Diese Bakterien können Hautinfektionen, Wundinfektionen und Atemwegsinfektionen verursachen. Sie können in Schwimmbädern vorhanden sein und sich durch Hautkontakt oder Aerosole verbreiten.



Um das Risiko von bakteriellen Infektionen in Schwimmbädern zu minimieren, ist eine effektive Wasserdesinfektion und regelmäßige Reinigung und Wartung der Anlagen unerlässlich.

Es ist auch wichtig, dass Badegäste grundlegende Hygienemaßnahmen einhalten, wie z.B. vor dem Betreten des Wassers duschen und nach dem Toilettengang die Hände gründlich waschen.

Für weiterführende Informationen zu bakteriellen Infektionen, Wasserhygiene und anderen gesundheitsbezogenen Themen empfehlen wir einen Besuch auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI). Das RKI ist das nationale Public-Health-Institut in Deutschland und bietet fundierte und aktuelle Informationen sowie Richtlinien zur Prävention von Infektionskrankheiten. Besuchen Sie die Website des RKI unter:
www.rki.de.


21. April 2026
Nach einem Ausbruch von Legionellen in einem Fußpflegestudio in Ulm, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen beendet. Laut Behörden konnte der Inhaberin kein strafbares Verhalten nachgewiesen werden. Das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen sowie wegen fahrlässiger Körperverletzung in 21 Fällen wurde daher eingestellt. Die Betreiberin war verdächtigt worden, bei Behandlungen möglicherweise mit kontaminiertem Wasser gearbeitet zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen infizierten sich zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 insgesamt 21 Personen mit Legionellen, zwei von ihnen verstarben später. Als mögliche Infektionsquelle wurde ein Fußbecken an einem Behandlungsstuhl identifiziert. Das Gesundheitsamt in Ulm hatte bereits im Februar 2025 über eine Häufung von Legionellen-Infektionen im Stadtteil Wiblingen informiert, jedoch ohne die Todesfälle öffentlich zu machen. Im Verlauf der Ermittlungen fanden sich keine Belege dafür, dass die Betreiberin gegen Hygienevorschriften oder Sorgfaltspflichten verstoßen hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnte ihr auch nicht nachgewiesen werden, das betroffene Fußbecken unsachgemäß gereinigt zu haben. Zudem sei die Entstehung der Legionellen für sie nicht erkennbar gewesen und zunächst unbemerkt geblieben. Eine Verpflichtung, die Wasserqualität eigenständig und regelmäßig zu kontrollieren, habe ebenfalls nicht bestanden.
9. Februar 2025
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Unternehmen offiziell für die Untersuchung von Trinkwasser akkreditiert wurde. Diese Akkreditierung bestätigt, dass unsere Prüfverfahren höchsten internationalen Standards entsprechen und regelmäßig von unabhängigen Stellen überprüft werden. Für unsere Kunden bedeutet das: maximale Sicherheit und Verlässlichkeit. Die Akkreditierung garantiert, dass unsere Analysen präzise, nachvollziehbar und rechtskonform sind – eine Voraussetzung, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und die Gesundheit der Verbraucher zu schützen. Ob für private Haushalte, Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen – Sie können sich darauf verlassen, dass Ihre Trinkwasserproben bei uns in den besten Händen sind.
22. März 2024
Legionellen: Ursachen, Auswirkungen und die Bedeutung von Legionellenprüfung und Probenahme